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Dario Amodeis Warnung vor KI-Verlangsamung löst Spaltung bei US-Chip- und Cloud-Aktien aus

Investoren reagierten auf den Aufruf von Anthropic-CEO Dario Amodei, das Training von KI-Modellen zu verlangsamen, indem sie Halbleiteraktien verkauften und Cloud-Anbieter kauften, was einen neuen Risikofaktor für den Technologiesektor hervorhebt.

Wall-Street-Händler beobachten KI-bezogene Kursbewegungen

Am Montag zeigten die US-Aktienmärkte eine deutliche Spaltung, nachdem Dario Amodei, CEO von Anthropic, zu einer Pause bei der Entwicklung fortgeschrittener Künstlicher-Intelligenz-Modelle aufgerufen hatte. Die Aktien von Chip-Herstellern fielen stark, während die größten Cloud-Computing-Unternehmen stiegen.

Was geschah auf dem Handelsparkett?

Die Aktien von Nvidia fielen im frühen Handel um mehr als 3 %. Intel, AMD und Marvell verloren jeweils zwischen 5 % und 6 % und zogen den Philadelphia Semiconductor Index um fast 6 % nach unten. Gleichzeitig stiegen die beiden größten Investoren in Rechenzentrums-Kapazitäten, Alphabet (Google) und Microsoft, um etwa 2 % bzw. 1,6 %. Meta legte rund 1,4 % zu, während Amazon um 1,6 % nachgab, aber die Chip-Hersteller übertraf.

Warum die Spaltung wichtig ist

Die Marktreaktion spiegelt ein wachsendes Bewusstsein wider, dass eine Verlangsamung der KI-Forschung die Kapitalallokation im Technologiesektor neu gestalten könnte. Gil Luria, Leiter der Technologieforschung bei D.A. Davidson, warnte, dass eine Pause Unternehmen schaden würde, die die „Werkzeuge und Schaufeln" der KI-Boom-Hardware und -Software verkaufen, stärker als die Hyperscaler, die die Kapazität kaufen.

„Sie werden einfach aufhören, Rechenzentren zu bauen, und das, was sie haben, nutzen", sagte Luria.

Luria verglich das Szenario mit Amazons Reduzierung des Lagerhausbaus nach der Pandemie, die den Cashflow steigerte, weil das Unternehmen weiterhin vorhandene Flächen nutzte. Wenn der KI-Fortschritt verlangsamt, könnten die Hyperscaler Einnahmen halten und gleichzeitig die Investitionsausgaben senken, was die Rentabilität verbessert.

Was könnte als Nächstes passieren?

Analyst Dan Ives argumentierte auf X, dass Investoren über die Schlagzeile hinausblicken sollten, und wies darauf hin, dass eine vorübergehende Verlangsamung Software-Entwicklern und Modell-Erstellern Zeit geben würde, die Leistungslücke zu schließen. Er bemerkte zudem, dass chinesische KI-Labore weiterhin aktiv seien, wobei Z.AI am Wochenende laut Reuters 5 Milliarden $ aufgebracht habe.

Luria bleibt skeptisch, dass ein formelles Moratorium zustande kommt, und sagt, die Labore hätten keine konkrete Pause angekündigt und das KI-Rennen werde wahrscheinlich weitergehen, bis alle Beteiligten einer Einstellung zustimmen.

Abgesehen von KI-Bedenken reagieren die Märkte auch auf höhere Ölpreise, eine zehnjährige Treasury-Rendite, die kurzzeitig 5 % erreichte, und die Erwartung einer weiteren Zinserhöhung der Federal Reserve in dieser Woche, was zusätzlichen Druck auf risikobehaftete Anlagen ausübt.