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Energy

Rumänien schließt Cernavodă-Einheit 2, entfernt etwa 700 MW, da der Donaupegel ein Rekordtief erreicht

Der zweite Cernavodă-Reaktor Rumäniens wurde am 13. August abgeschaltet, wodurch etwa 700 MW, rund 10 % der nationalen Stromerzeugung, verloren gingen, nachdem der Rekordtiefstand der Donau zu unzureichendem Kühlwasser führte.

Um 10:53 Uhr Ortszeit am 13. August 2026 bestätigte das rumänische Energieministerium die kontrollierte Abschaltung von Einheit 2 im Kernkraftwerk Cernavodă. Die Nettoleistung des Reaktors von etwa 700 MW entspricht laut der Pressemitteilung des Ministeriums rund 10 % der Stromerzeugung Rumäniens im Jahr 2026.

Warum der Reaktor abgeschaltet wurde

Das Ministerium teilte mit, dass die Überwachung zeigte, dass der Durchfluss der Donau unter das für das Kühlsystem des Kraftwerks erforderliche Minimum gefallen sei. Bei einem Rekordtief des Wasserpegels konnte der Kühlkreislauf keinen sicheren Betrieb gewährleisten, was die Abschaltanordnung auslöste.

Wie das Netz stabilisiert wird

Transelectrica, der nationale Netzbetreiber, reagierte, indem er Importe aktivierte und zusätzliche Wasserkraft-, Wind- und Kohlekraftkapazitäten sowie Reserveanlagen bereitstellte. Die Kombination der Maßnahmen soll den Verlust von 700 MW ausgleichen und das System im Gleichgewicht halten.

Frühere, durch Dürre bedingte Abschaltungen

Einheit 1 in Cernavodă wurde am 28. Juli 2026 wegen ähnlicher Bedenken hinsichtlich des Donaupegels abgeschaltet, was eine Meldung einer Stromkrise an die Europäische Kommission auslöste. Anfang August erhöhten Notfalldammungen, Sprengungen von Felsen und der Einsatz versenkter Lastkähne vorübergehend den Wasserstand, wodurch der Betrieb von Einheit 2 um etwa eine Woche verlängert wurde, bevor die endgültige Abschaltung erfolgte.

Ausblick

Das Ministerium wird die Flusspegel weiterhin beobachten und prüfen, ob weitere Notfallmaßnahmen den verbleibenden Reaktor online halten können. Gleichzeitig beobachtet die EU die Lage, da grenzüberschreitende Stromimporte zunehmen, was die allgemeine Verwundbarkeit europäischer Energiesysteme gegenüber durch Hitzewellen ausgelösten Dürreperioden verdeutlicht.