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Diesel erreicht $5,85 pro Gallone in den USA und treibt Lebensmittelpreise in die Höhe

Ein neuer US-Rekord für Diesel von $5,85 pro Gallone wird aufgestellt, da der Krieg mit dem Iran das Angebot einschränkt und höhere Frachtkosten auslöst, die sich bald in den Lebensmittelpreisen für verderbliche Produkte widerspiegeln könnten.

Tankstelle mit Anzeige des Rekord-Dieselpreises in den Vereinigten Staaten

Diesel in den Vereinigten Staaten stieg am Freitag auf durchschnittlich $5.85 pro Gallone, das höchste jemals gemessene Niveau. Der Sprung folgt der Eskalation des sechsmonatigen Konflikts mit dem Iran, der die globalen Kraftstoffströme gestört hat.

Warum der Preisanstieg wichtig ist

Der Anstieg der Dieselpreise ist bedeutsam, weil der Kraftstoff die Mehrheit der Frachtrucks, Züge, Schiffe und landwirtschaftlichen Maschinen antreibt, die alltägliche Güter transportieren. Höhere Transportkosten fließen unvermeidlich in die Preise einer langen Liste von Konsumgütern ein, insbesondere in verderbliche Artikel, die häufig nachgeliefert und gekühlt werden müssen.

Laut der Independent Grocers Alliance macht der Kraftstoff etwa 15 bis 30 Prozent der Gesamtkosten für Lebensmittel aus. Steigt der Diesel, sind es häufig Meeresfrüchte, frisches Obst und andere gekühlte Lebensmittel, die zuerst den Druck spüren, wie David Ortega, Professor für Ernährungsökonomie an der Michigan State University, feststellt.

„Zu Beginn wird ein großer Teil des Kostenanstiegs entlang der Lieferkette durch bestehende Frachtratenverträge und Einzelhandelsmargen absorbiert", sagte Ortega.

Ortega fügte hinzu, dass, sobald Verträge neu verhandelt werden und Kraftstoffzuschläge dauerhaft werden, die zusätzlichen Kosten direkter an die Verbraucher weitergegeben werden.

Was den Rekordpreis antreibt

Bevor die USA und Israel Ende Februar in den Konflikt mit dem Iran eintraten, lag der nationale Diesel-Durchschnitt laut der American Automobile Association (AAA) bei etwa $3.76 pro Gallone. Die Rohölpreise sind stark gestiegen, da der Tankerverkehr im Golf von Hormus, einem wichtigen Engpass, eingeschränkt wurde.

Der Brent-Rohöl, der internationale Referenzpreis, wurde am Freitag über $95 pro Barrel gehandelt, gegenüber etwa $70 vor den erneuten Kämpfen. Die Tankstellenpreise folgen diesen Bewegungen in der Regel eng.

Der letzte vergleichbare Anstieg ereignete sich im Juni 2022, als Diesel kurzzeitig $5.82 pro Gallone erreichte, bedingt durch den Ukraine-Krieg und Sanktionen gegen russisches Öl. Inflationsbereinigt waren frühere Höchststände von 2008 und 2022 real höher, doch das aktuelle Niveau bleibt ein erheblicher Schock für Unternehmen und Verbraucher.

Mögliche Folgewirkungen

Über die Lebensmittelregale hinaus führt der höhere Dieselpreis bereits dazu, dass Logistikunternehmen Zuschläge erheben. Amazon hat für einige Drittanbieter vorübergehend eine Kraftstoff- und Logistikgebühr von 3.5 Prozent eingeführt, während Unternehmen wie UPS, FedEx und die United States Postal Service Gebühren für bestimmte Pakete erhöht haben.

Ajesh Kapoor, Geschäftsführer des Lkw-Technologieunternehmens SemiCab, warnte, dass der Sektor zwar anpassungsfähig sei, es jedoch eine Grenze dafür gebe, wie viel Kosten absorbiert werden können.

„Der Dieselpreis hat einen sehr, sehr direkten Einfluss auf alles, was sich praktisch auf jedem Transportweg bewegt", sagte Kapoor.

Öffentlicher Nahverkehr und Dieselgeneratoren, die für Notstrom verwendet werden, spüren ebenfalls die Belastung, und Analysten weisen darauf hin, dass Länder in Afrika und Asien, die stark von Importen aus dem Nahen Osten abhängen, vor tieferen Krisen stehen könnten.

Neil Atkinson, Senior Fellow am National Center for Energy Analytics, sagte, dass raffinierte Produkte knapper werden, da die physischen Bestände schwinden.

„Das entwickelt sich allmählich zu einer großen Krise, weil die Preise selbst sehr hoch sind, aber die physischen Bestände dieser Produkte schwinden", sagte er in einem wöchentlichen Briefing.

Wie geht es weiter?

Sollten die Dieselpreise hoch bleiben, wird der Kostendruck voraussichtlich weiter die Lieferkette hinab wandern, die Supermarktpreise für gekühlte Waren erhöhen und möglicherweise Einzelhändler dazu veranlassen, Frachtraten anzupassen oder Zuschläge an die Verbraucher weiterzugeben. Die Beobachtung der Kraftstoffmärkte und etwaiger diplomatischer Entwicklungen im Nahen Osten wird entscheidend sein, um die nächsten Entwicklungen sowohl bei Energie- als auch bei Lebensmittelpreisen vorherzusagen.