Sam Altman, CEO von OpenAI, nahm an einem einstündigen Interview in San Francisco teil, um die wachsende öffentliche Besorgnis über Künstliche Intelligenz zu adressieren. Das Gespräch fand statt, nachdem ein Mitarbeiter des rivalisierenden Labors Anthropic auf X gewarnt hatte, KI könne die Menschheit auslöschen, was langjährige Bedenken von Persönlichkeiten wie Elon Musk und dem Anthropic-Gründer Dario Amodei widerspiegelt.
Risiko einschätzen
Altman sagte, die Wahrscheinlichkeit einer existenziellen KI-Katastrophe, oft als „p-doom" bezeichnet, sei kein theoretisches Gedankenspiel. Er wies darauf hin, dass Musk eine Chance von 10-20 % ansetzt, während Amodei seine Schätzung zwischen 10 % und 25 % liegt. „Kein Risiko für die Menschheit ist akzeptabel", sagte Altman zu mir und betonte, dass die Einsätze zu hoch seien, um nachlässig zu sein.
Regulatorische und branchenweite Reaktion
Der CEO argumentierte, dass nationale und internationale Aufsichtsbehörden schnell handeln müssen und verwies dabei auf den KI-Act der Europäischen Union als Vorbild für koordinierte Aufsicht. Er deutete an, dass ein bevorstehendes Abkommen führender KI-Unternehmen geplant sei, die Einführung leistungsfähigerer Modelle bewusst zu verlangsamen, bis Sicherheitsmaßnahmen nachgezogen haben.
Börsengang bis 2027 verschoben
Auf die Frage nach dem geplanten Börsengang von OpenAI antwortete Altman, dass er angesichts der Sicherheitsbedenken „unzeitgemäß" sei. Er bestätigte, dass der IPO nicht vor 2027 stattfinden wird, sodass das Unternehmen sich auf Forschungsarbeiten zur Ausrichtung konzentrieren kann.
Was kommt als Nächstes?
Altman sagte, er sei bereit, die KI-Entwicklung zu pausieren oder sogar zu stoppen, falls klar werde, dass die Sicherheit nicht gewährleistet werden könne, selbst wenn das bedeutet, Investoren gegenüberzutreten. Das Interview deutet auf eine Verschiebung hin zu mehr Vorsicht im rasant wachsenden KI-Sektor, mit möglichen Auswirkungen für europäische Politiker und Investoren gleichermaßen.

