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US-Hypothekenzinsen erreichen 14-Monats-Hoch, während Hausverkäufe fallen

Hypothekenzinsen in den Vereinigten Staaten kletterten zum dritten Mal in Folge auf ein 14-Monate-Hoch und trugen zu einem dritten monatlichen Rückgang der Bestandsimmobilienverkäufe bei, während der Inflationsdruck anhält.

Grafik, die steigende US-Hypothekenzinsen und sinkende Hausverkäufe zeigt

Hypothekenzinsen steigen zum dritten Mal in Folge

Vereinigte Staaten Hypothekenzinsen stiegen am Donnerstag erneut und brachten den Leitwert für 30-jährige Festzinsdarlehen auf 6,76 Prozent, gegenüber 6,71 Prozent in der Vorwoche. Die von Freddie Mac gemeldete Zahl ist das höchste Niveau seit Juni 2025 und erhöht die monatlichen Kosten einer typischen Hypothek um einige hundert Dollar.

Bestandsimmobilienverkäufe fallen auf ein Jahres-Tief

Die National Association of Realtors gab an, dass die Verkäufe von Bestandsimmobilien von Juli bis August um 2 Prozent zurückgingen und eine saisonbereinigte Jahresrate von 3,98 Millionen Einheiten erreichten. Das ist das langsamste Tempo seit über einem Jahr und der dritte monatliche Rückgang in Folge, wodurch der Markt knapp unter dem von Ökonomen erwarteten Niveau von vier Millionen liegt.

Inflation bleibt hartnäckig

Von dem US-Arbeitsministerium veröffentlichte Inflationsdaten zeigten, dass der Verbraucherpreisindex im August im Jahresvergleich um 3,4 Prozent stieg, was dem Juli-Wert entspricht. Auf Monatsbasis erhöhten sich die Preise um 0,4 Prozent, getrieben durch höhere Benzin- und Dieselpreise im Zusammenhang mit erneuten Kämpfen im Nahen Osten. Der Erzeugerpreisindex, ein Frühindikator für die Großhandelsinflation, sprang im Jahresvergleich um 5,4 Prozent an, gegenüber 4,8 Prozent im Juli.

Breiterer wirtschaftlicher Kontext

Höhere Kraftstoffpreise haben den Diesel auf einen Durchschnitt von 6,05 US-Dollar pro Gallone getrieben, ein neuer Rekord, während Rohöl kurzzeitig 110 US-Dollar pro Barrel erreichte, bevor es auf etwa 104 US-Dollar nachließ. Der Anstieg der Energiekosten wirkt sich auf Frachtgebühren und Verbraucherpreise aus und erhöht den Druck auf Haushalte, die bereits mit höheren Lebensmittelrechnungen zu kämpfen haben.

Arbeitsmarkt und Märkte reagieren

Die Anträge auf Arbeitslosenleistungen sanken leicht auf 206 000 und blieben im historisch niedrigen Bereich von 200 000-230 000 pro Woche. Gleichzeitig erholten sich die US-Aktienmärkte nach dem Rückgang der Ölpreise, wobei der S&P 500 kurz davor stand, eine viertägige Verlustserie zu beenden.

Wie geht es weiter?

Hartnäckig hohe Inflation und steigende Hypothekenzinsen werden die Nachfrage nach Immobilien wahrscheinlich dämpfen und potenzielle Käufer dazu veranlassen, Anschaffungen zu verschieben. Die Federal Reserve steht vor der schwierigen Aufgabe, das Preiswachstum zu bremsen, ohne einen starken Rückgang der Kreditaktivität zu riskieren. Marktbeobachter werden die bevorstehenden Sitzungen der Geldpolitik genau verfolgen, um Hinweise darauf zu erhalten, ob die Zinsanhebungen pausieren oder fortgesetzt werden.