Im vergangenen Jahr kündigte der Hampshire County Council die Schließung der Smannell and Enham Church of England Primary School an, nachdem die Einschreibungen auf nur 24 Schüler gesunken waren. Die Entscheidung spiegelt ein breiteres Muster im gesamten Vereinigten Königreich wider, bei dem sinkende Geburtenraten Schulen zum Schließen, Zusammenlegen oder Umnutzen zwingen.
Was die Zahlen zeigen
Die Gesamtfertilitätsrate Großbritanniens liegt derzeit bei 1,39 Lebendgeburten pro Frau, deutlich unter dem für eine stabile Bevölkerung erforderlichen Niveau von 2,1. Allein in Hampshire ist die Bevölkerung unter 15 Jahren um 2 % geschrumpft, was die Schließung zweier weiterer Grundschulen und mehrere Zusammenschlüsse nach sich zog. Im ganzen Land wurden in den letzten zwei Jahren 40 staatlich geförderte Grundschulen geschlossen.
Warum es wichtig ist
Schulen sind mehr als Klassenräume; sie sind Gemeinschaftszentren, in denen Familien zusammenkommen, Freundschaften entstehen und Generationen Wurzeln schlagen. Wie Andy Fitchett, ein lokaler methodistischer Pfarrer, erklärt:
"the places where the families meet, the places where friendships begin, where generations put down roots"
Wenn diese Zentren verschwinden, verlieren ländliche Dörfer ein wichtiges Anziehungselement für junge Familien, was die Entvölkerung beschleunigt. Die Folgewirkungen erstrecken sich auf die Rettungsdienste, die mit Budgetkürzungen konfrontiert sind, da Ressourcen in dichtere städtische Gebiete verlagert werden.
Wirtschaftlich gefährdet eine schrumpfende Erwerbsbevölkerung das Rentensystem. Das Office for Budget Responsibility warnte, dass bei Fortsetzung der aktuellen Entwicklung die Ausgaben für Gesundheit und Rente die Staatsschulden bis in die 2070er Jahre auf 270 % des BIP treiben könnten. Ein Bericht von Policy Exchange legt nahe, dass zur Stabilisierung des Haushalts die Einkommenssteuersätze pro Steuerzahler um 1,4 bis 7,4 Prozentpunkte steigen müssten.
Was als Nächstes passieren könnte
Der Ökonom David Miles vom Imperial College London argumentiert, dass die Anpassung des Rentenalters und ein Umdenken bei den Rentenstrukturen unerlässlich seien. Er sagt: "The majority of people, including the over-65s and maybe well into their seventies, are perfectly capable of some work".
Die politischen Reaktionen haben in Europa variiert, von ermutigenden Schreiben Frankreichs bis zu Steueranreizen Ungarns, doch keine hat den Trend umgekehrt. Einwanderung allein kann nicht ausgleichen, da die Geburtenraten der Neuankömmlinge ebenfalls im Laufe der Zeit abnehmen.
Einige Wissenschaftler, wie die Philosophin Anastasia Berg von der University of California, Irvine, verweisen auf einen kulturellen Wandel: "Through all these domains, there are these paradigms that all point away from the possibility of having children". Sie fügt hinzu: "If feminism is about empowering women and knowledge is power, then we need to make sure that people have all the knowledge from the start so they can really plan out the course of their lives and not feel like they were hoodwinked."
Kurzfristig könnten Gemeinden wie Smannell weniger Kinder in Parks und Supermärkten sehen, während lokale Dienste sich an eine schlankere Bevölkerung anpassen. Auf längere Sicht steht das Vereinigte Königreich vor einer Entscheidung: mutige Reformen umzusetzen, um seinen Sozialvertrag zu erhalten, oder eine allmähliche Umgestaltung seiner demografischen und wirtschaftlichen Landschaft zu akzeptieren.

