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Amos Hochstein warnt, dass US-Ölreserven die Speicherkavernen beschädigen könnten

Der strategische Erdölvorrat der Vereinigten Staaten ist zum ersten Mal seit den 1980er-Jahren unter 300 Millionen Barrel gefallen, was bei Energieberatern und Ingenieuren Bedenken weckt, dass fortgesetzte Entnahmen die für die Lagerung genutzten Salzkavernen schädigen könnten.

Unterirdische Salzkaverne zur US-Öllagerung

Amos Hochstein, Senior Energy Adviser des ehemaligen Präsidenten Joe Biden, sagte gegenüber CNBC, dass die Strategic Petroleum Reserve (SPR) nicht unter 300 Millionen Barrel fallen sollte, da dies die unterirdischen Kavernen, in denen das Öl gelagert wird, beschädigen könnte.

Was ist mit dem Vorrat geschehen?

Das Energieministerium berichtete, dass die SPR letzte Woche unter 300 Millionen Barrel gefallen sei, ein Niveau, das seit den 1980er-Jahren, als der Vorrat noch aufgefüllt wurde, nicht mehr erreicht wurde. Der Vorrat wird voraussichtlich weiter auf etwa 243 Millionen Barrel schrumpfen, da die USA 172 Millionen Barrel freigeben, um Lieferengpässe im Zusammenhang mit dem Krieg im Iran auszugleichen.

Das Öl wird in 60 Salzkavernen gelagert, die an zwei Standorten in Texas und zwei in Louisiana liegen und eine Gesamtkapazität von 714 Millionen Barrel besitzen. Beim Abpumpen des Öls wird Wasser eingepumpt, um den Druck aufrechtzuerhalten, ein Vorgang, von dem Experten sagen, dass er die Salzwände erodieren kann.

Warum ist das wichtig?

Kritiker argumentieren, dass die physische Integrität der Kavernen gefährdet sein könnte, was die Fähigkeit der SPR, schnell auf Notfälle zu reagieren, einschränkt. Siddharth Misra, Professor für Erdöltechnik und Geophysik an der Texas A&M University, erklärte, dass die Kavernen ursprünglich für eine Lebensdauer von 25 Jahren und nur fünf Entnahme-Nachfüll-Zyklen ausgelegt seien. In der Praxis haben sie jedoch Dutzende von Entnahmen überstanden.

„Aus ingenieur- und geomechanischer Sicht sind diese Bedenken sehr berechtigt", sagte Misra.

Wenn Kavernen entleert werden, wird Frischwasser hinzugefügt, um das gesamte Flüssigkeitsvolumen von 714 Millionen Barrel zu erhalten. Das Wasser löst die Salzwände aggressiv auf, weitet die Kammern und verdünnt die Trennwände zwischen ihnen. Der Temperaturunterschied zwischen dem kühlen Wasser und der heißen Kaverne kann zudem zu thermischem Schock führen, wodurch große Salzstücke abbrechen und Förderrohre beschädigt werden können.

Was sagen die Behörden?

Das Energieministerium wies die Behauptung zurück, dass ein niedriger Bestand die Stabilität der Kavernen gefährde. Ben Dietderich, Sprecher des DOE, sagte, die Kavernen seien stets voll und nur das Öl-zu-Wasser-Verhältnis ändere sich. Er fügte hinzu, dass die SPR ein kritisches Vermögen für die nationale Sicherheit bleibe.

Der ehemalige Energieminister Chris Wright sagte aus, dass schnelle Entnahmen nach den Freigaben der Biden-Administration in den Jahren 2022 und 2023 kostspielige Reparaturen erforderlich machten, ein aktueller Bericht des Government Accountability Office jedoch feststellte, dass die meisten Kavernen sich in „sehr gutem Zustand" befänden. Das GAO warnte jedoch, dass jede Entnahme das Kavernevolumen vergrößere und den Abstand zwischen den Kavernen verringere, was die langfristige Lebensfähigkeit beeinträchtigen könnte.

Wie geht es weiter?

Misra schätzt, dass die SPR bei einer konservativen Entnahmerate von 500 000 Barrel pro Tag ihr gesetzliches Minimum von 252 Millionen Barrel in etwa drei Monaten erreichen wird. Er warnte, dass die Reserve, sobald die Bestände unter 300 Millionen Barrel fallen, ihre Fähigkeit verlieren könnte, Öl in Notfallsituationen schnell zu fördern, ohne ernsthafte strukturelle Schäden zu riskieren.

Die Interessengruppen beobachten aufmerksam, ob zusätzliche Reparaturen finanziert werden und ob die USA ihre Freigabestrategie anpassen, um die Kavernen für künftige Krisen zu erhalten.