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David Booth sagt, KI wird nicht verändern, wie Sie investieren

David Booth, Gründer von Dimensional Fund Advisors, argumentiert, dass KI zwar viele Aspekte des täglichen Lebens transformieren wird, die grundlegende Preisbildung an Aktien- und Anleihemärkten jedoch unverändert bleibt, und er empfiehlt ein diversifiziertes Portfolio statt auf KI-Erfolgsgeschichten zu setzen.

David Booth spricht über KI und Geldanlage

David Booth, Gründer und Vorsitzender von Dimensional Fund Advisors, sagt, dass der Aufstieg der künstlichen Intelligenz die Grundregeln des Investierens nicht neu schreiben wird. Er argumentiert, dass die Märkte bereits als das effizienteste Informationsverarbeitungssystem der Welt fungieren und dass KI nur wenig zur Preisfindung beitragen wird.

Die wachsende Rolle der KI im Alltag

Von personalisierten Trainingsplänen bis zu Urlaubsrouten unterstützt künstliche Intelligenz bereits Menschen dabei, alltägliche Aufgaben effizienter zu erledigen. Die Technologie verspricht Durchbrüche im Gesundheitswesen, im Verkehr und in vielen anderen Bereichen, ähnlich dem Wandel von Eisblöcken zu modernen Kühlschränken.

Warum die Preisbildung am Markt unverändert bleibt

Der Aktienmarkt fungiert als riesiges Informationszentrum, in dem Käufer und Verkäufer einen Preis vereinbaren, den sie als fair ansehen. Ist ein Preis zu hoch, sinkt die Nachfrage; ist er zu niedrig, ziehen sich die Verkäufer zurück. Dieser Vorgang wiederholt sich täglich Millionenfach und führt dazu, dass sich die Preise auf ein Niveau einpendeln, das alle bekannten Informationen widerspiegelt.

Booth erinnert sich an sein Studium an der University of Chicago, wo die Datenrevolution zeigte, dass die Märkte bemerkenswert effizient sind. Im letzten Jahrhundert haben US-Aktien im Durchschnitt eine Rendite von etwa zehn Prozent pro Jahr erzielt, ein Wert, den die meisten professionellen Aktienauswähler nicht konsequent übertreffen können.

"Eine Sache, bei der ich mir sicher bin, dass KI sie nicht tun wird, ist die Veränderung der Preisbildung an Aktien- und Anleihemärkten", sagte Booth.

Damit ein KI-System den Markt übertreffen kann, müsste es Fehlbewertungen von Aktien erkennen und vorhersagen, wann diese Korrekturen stattfinden, eine Leistung, die weder Mensch noch Modell zuverlässig erbringen kann. Selbst wenn KI die Informationsbeschaffung verbessert, würde dieser Vorteil allen Marktteilnehmern zugutekommen und lediglich Rauschen erzeugen, anstatt einen dauerhaften Vorsprung zu schaffen.

Investieren in eine diversifizierte Zukunft

Booth warnt davor, Portfolios auf sogenannte „KI-Aktien" zu konzentrieren. Die Geschichte zeigt, dass das Anvisieren der nächsten Technologiewelle ein Glücksspiel sein kann; viele Telekommunikationsunternehmen, die 1999 den Internethype anführten, sind seitdem verschwunden. Stattdessen empfiehlt er, ein breit diversifiziertes Portfolio zu halten, das KI-bezogene Unternehmen neben einer Vielzahl anderer Sektoren umfasst.

Öffentliche Märkte leiten Kapital zu tausenden konkurrierenden Ideen, sodass die erfolgreichsten gedeihen können, während der Rest verblasst. Bei einem erwarteten Investitionsvolumen von über 1,2 Billionen Dollar im Jahr 2027 für Rechenzentren, Chips und andere Technologien könnten die Gewinner im Bereich Big-Tech, erneuerbare Energien oder in einer völlig unerwarteten Branche liegen.

Was kommt als Nächstes?

Booth bleibt optimistisch, dass KI große Probleme lösen und den Alltag verbessern wird, vielleicht sogar bessere Kühlschränke hervorbringen wird. Er ist jedoch der Ansicht, dass Anleger sich darauf konzentrieren sollten, Unsicherheit durch Diversifikation zu managen, anstatt zu versuchen, den nächsten KI-Champion auszuwählen.

Indem sie das Risiko über ein breites Spektrum von Aktien streuen, können Anleger an jeder zukünftigen Entwicklung teilhaben, ohne die Sorge, vorhersagen zu müssen, welches Unternehmen die KI-Revolution dominieren wird.