Elon Musk sagte den Mitarbeitenden von SpaceX, sie würden die „Eltern" des neuen künstlichen Intelligenzsystems des Unternehmens, GrokAI, werden, während es mit dem kollektiven Wissen der Belegschaft trainiert wird.
Was Musk ankündigte
Während einer auf X veröffentlichten Gesamtversammlung erklärte Musk, dass das KI-Modell auf der „Gesamtheit" der internen Daten von SpaceX basieren wird, einschließlich der von den Mitarbeitenden eingebrachten Ideen, Entwürfe und Ingenieurarbeiten. Er sagte, das Modell würde deren "Gedanken, Ideen und Überzeugungen" übernehmen.
„So in gewisser Weise wird es auf Ihnen trainiert werden", sagte Musk.
Die genauen Kategorien von Mitarbeitenden-Informationen, die in das Modell eingespeist werden, wurden nicht näher erläutert, und SpaceX hat keine umfassende Erklärung darüber gegeben, wie die Daten verarbeitet werden.
Warum der Schritt wichtig ist
Indem das Unternehmen seine Belegschaft als Datenquelle nutzt, hofft SpaceX, die Entwicklung einer leistungsstarken KI zu beschleunigen, die das Raketen-Design, den Satellitenbetrieb und den wachsenden Starlink-Internetdienst unterstützen kann. Musk hat angedeutet, dass die KI-Umsätze bereits ab September alle anderen Geschäftsbereiche von SpaceX übertreffen könnten und dass eine 10-Gigawatt-KI-Rechenplattform jährlich zwischen 300 Milliarden $ und 500 Milliarden $ einbringen könnte.
Derzeit betreibt SpaceX rund 1,4 Gigawatt an KI-fokussierter Rechenleistung und strebt an, das Ziel von 10 Gigawatt bis Ende 2027 zu erreichen. Das Unternehmen ging im Juni an die Börse und sammelte etwa 75 Milliarden $, wobei im Prospekt angegeben wurde, dass die Erlöse das Wachstum finanzieren sollen, einschließlich des Ausbaus der KI-Infrastruktur.
Nächste Schritte und Branchenkontext
Der Ansatz ähnelt einem jüngsten Experiment von Meta, das im April ein Programm startete, das Mausbewegungen, Klicks und Tastatureingaben der Mitarbeitenden aufzeichnete, um eigene Modelle zu trainieren. Während Meta erklärte, die Daten würden nicht für Leistungsbeurteilungen verwendet, unterzeichneten etwa 1.600 Mitarbeitende eine Petition gegen die Überwachung.
SpaceX hat bislang nicht auf Anfragen nach einem Kommentar zum GrokAI-Plan reagiert. Die nächste Phase wird voraussichtlich die Definition des Datenerfassungsrahmens, die Einholung der Zustimmung der Mitarbeitenden und die Integration des Modells in die Produktlinien des Unternehmens umfassen. Beobachter werden verfolgen, wie die Initiative die KI-Umsatzprognosen von SpaceX beeinflusst und ob sie einen Präzedenzfall für andere Technologieunternehmen schafft, die internes Fachwissen für die KI-Entwicklung nutzen wollen.

