U.S. Immigration and Customs Enforcement (ICE) gab am Freitag bekannt, dass sie die Anschaffung von „quadrupeden unbemannten Bodengefahrzeugen", allgemein als Roboterhunde bezeichnet, prüft. Die Behörde veröffentlichte eine Marktforschungsanzeige, in der die technischen Vorgaben für die Geräte beschrieben und ein voraussichtlicher Aufwand von mindestens 2 Millionen US-Dollar angegeben wird.
Was ist passiert?
Die von ICE auf ihrer offiziellen Website veröffentlichte Anzeige signalisiert das Interesse, diese autonomen Geräte im Rahmen einer umfassenderen Modernisierung ihres Durchsetzungswerkzeugsatzes einzusetzen. Die Behörde prüft zudem weiteres High-Tech-Equipment, darunter Elektroschockhandschuhe, die bei Kontakt mit der Haut einen lähmenden Stromstoß abgeben können.
Warum ist das wichtig?
Der Schritt erfolgt, während Bürgerrechtsgruppen warnen, dass zusätzliche Mittel für ICE die bereits aggressive Abschiebepolitik der Behörde unter dem ehemaligen Präsidenten Donald Trump weiter verschärfen könnten. Kritiker argumentieren, dass Roboterhunde, die bereits von Militärs und Polizeikräften in anderen Ländern eingesetzt werden, die Schwelle für den Einsatz von Gewalt senken und Bedenken hinsichtlich Datenschutz und Rechenschaftspflicht hervorrufen könnten.
Roboterhunde wie das Modell Spot von Boston Dynamics können schwieriges Terrain bewältigen, Lasten tragen und mit nur geringer menschlicher Aufsicht arbeiten. Ihr Einsatz im zivilen Einwanderungsbereich wäre eine neuartige Anwendung und löst eine Debatte über die angemessenen Grenzen des Technikeinsatzes in der Strafverfolgung aus.
Wie geht es weiter?
Die Marktforschungsanzeige von ICE macht deutlich, dass nicht garantiert ist, dass ein Vertrag vergeben wird. Die Behörde wird voraussichtlich die Angebote der Anbieter prüfen, bevor sie entscheidet, ob sie den Kauf weiterverfolgt. In der Zwischenzeit hat das Department of Homeland Security nicht auf Anfragen nach Stellungnahmen reagiert, sodass Zeitplan und endgültiger Umfang einer möglichen Einführung unklar bleiben.
Interessengruppen, darunter Bürgerrechtsorganisationen und Aufsichtsorgane des Kongresses, werden den Vorgang voraussichtlich genau beobachten und könnten, falls die Technologie eingeführt wird, gesetzliche oder regulatorische Schutzmaßnahmen fordern.

