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Mark Zuckerberg startet Metas Muse KI-Persönlichkeitskäufer

Meta hat Muse eingeführt, einen KI-Persönlichkeitskäufer, der Einkäufe im Namen der Nutzer abschließen kann, doch Umfragen zeigen, dass viele Käufer zögern, ihr Geld und ihre Daten an solche Agenten zu übergeben.

Illustration eines digitalen Assistenten, der einem Käufer auf einem Smartphone hilft

Mark Zuckerberg kündigte am Dienstag an, dass Meta Muse veröffentlicht, einen KI-basierten persönlichen Agenten, der Produkte suchen, den Checkout durchlaufen und einen Kauf zur Genehmigung durch den Nutzer vorbereiten kann. Der Dienst, der zunächst für erwachsene Nutzer in den USA kostenlos sein wird, kann zudem Aufgaben wie das Schreiben von Nachrichten an Freunde, die Planung von Ausflügen und die Organisation von Reisegarderoben übernehmen.

Muse: Metas neuer KI-Shopping-Assistent

Muse unterscheidet sich von üblichen Chatbots, indem es in den Zahlungsdienst Link von Stripe integriert ist, sodass es eine Transaktion abschließen kann, nachdem dem Verbraucher der Gesamtpreis angezeigt wurde. Nutzer können festlegen, auf welche der Meta-Apps der Assistent zugreifen darf, und sie können Dienste jederzeit trennen oder das Training mit ihren Daten deaktivieren. Das Unternehmen betont, dass Unterhaltungen mit Muse nicht an seine Werbesysteme weitergegeben werden.

Verbraucherskepsis und Datenschutzbedenken

Eine aktuelle Umfrage von Vogue Business ergab, dass nur 31 % der Befragten in Erwägung ziehen würden, das Einkaufen an einen KI-Agenten auszulagern, selbst wenn dieser ihren Geschmack und ihre Kaufhistorie kennt. Das Vertrauen in KI-Empfehlungen war gering: lediglich 24 % der Käufer fühlten sich sicher, während 72 % angaben, keine Kartendaten an eine KI weiterzugeben, 46 % ihre Browser-Historie zurückhalten würden und 40 % keine Standortdaten preisgeben würden.

Die meisten Teilnehmenden hatten KI bislang nicht für Mode- oder Schönheitskäufe genutzt, und nur 2 % glaubten, dass eine KI ihren persönlichen Stil konsequent versteht. Die Zurückhaltung scheint mit der Angst verbunden zu sein, die Kontrolle über Ausgaben zu verlieren, der Kauf eines Fernsehers nach einem Preisvergleich fühlt sich anders an, als einem Algorithmus die komplette Modellauswahl zu überlassen.

Metas Vorteil liegt in den umfangreichen Daten darüber, was Nutzer auf seinen Plattformen ansehen, folgen, speichern und teilen. Diese Tiefe an Erkenntnissen könnte Muse zu einem besonders wachsamen Einkäufer machen, wirft jedoch Datenschutzfragen auf. Das Unternehmen verweist auf die Geldstrafe von 5 Milliarden US-Dollar, die die Federal Trade Commission 2019 wegen der Datenpraktiken von Facebook verhängte, als Hinweis auf die anhaltende Beobachtung.

Das breitere Rennen um KI-basiertes Shopping

Meta ist nicht allein, wenn es um die Optimierung des Checkout-Prozesses geht. Amazon hat Alexa for Shopping eingeführt, Disney testet einen konversationalen Assistenten in seiner Store-App, und Uber Eats bietet einen Cart Assistant, der eingegebene Anweisungen oder handschriftliche Listen in Lebensmittelbestellungen umwandelt. Mastercard prognostiziert, dass bis 2030 jeder zehnte Käufer einen persönlichen KI-Agenten für Einkäufe nutzen wird.

Für Meta ist Muse ein testbarer Schritt nach außen, um die milliardenschwere Initiative des CEOs zu untermauern, das Unternehmen wieder an die Spitze der Künstlichen Intelligenz zu führen. Nach einer gemischten Resonanz auf das Llama 4-Modell investierte Meta 14,3 Milliarden US-Dollar für einen 49-prozentigen Anteil an Scale AI und stellte Mitgründer Alexandr Wang als Chief AI Officer ein, wobei Hunderte Milliarden in KI-Infrastruktur gebunden werden.

Ob Muse Anklang findet, wird davon abhängen, wie gut Meta Bequemlichkeit mit dem Wunsch der Käufer nach Kontrolle über ihre Entscheidungen und Daten in Einklang bringt. Unternehmen, die Unterstützung bieten, ohne Grenzen zu überschreiten, könnten letztlich das Rennen um das Portemonnaie der Verbraucher gewinnen.