Meta einigt sich auf Kinderschutz-Klage für bis zu $17,1 Mrd
Meta hat sich bereit erklärt, bis zu $17,1 Mrd. über das nächste Jahrzehnt zu zahlen, um eine Kinderschutz-Klage von 29 Generalstaatsanwälten der Bundesstaaten beizulegen. Die am Mittwoch angekündigte Einigung verpflichtet das Unternehmen, für Nutzer unter 18 Jahren auf Facebook und Instagram standardmäßig ein tägliches Zeitlimit von zwei Stunden zu setzen und einen unabhängigen Prüfer zu benennen, der die Einhaltung überwacht.
Die Klage behauptete, dass das Unternehmen von Mark Zuckerberg Instagram mit Funktionen ausgestattet habe, die süchtig machen sollen, und damit jüngere Nutzer ernsthaften psychischen Gesundheitsrisiken aussetze, während die Sicherheit der Plattform falsch dargestellt wurde. Die Generalstaatsanwälte bezeichnen die Vereinbarung als die größte staatliche Verbraucherschutz-Einigung seit den Tabak-Vergleichen der 1990er-Jahre und als die bislang größte, die mit dem Büro des Generalstaatsanwalts von New York erzielt wurde.
Über die finanzielle Auszahlung hinaus signalisiert die Einigung eine verstärkte regulatorische Kontrolle von Social-Media-Giganten in Europa und den USA. Unternehmen müssen ihre Produktdesigns und Datenverarbeitungspraktiken an strengere Altersverifikations- und Nutzungs-Grenzwerte anpassen, ein Wandel, der die bevorstehende EU-Gesetzgebung zu digitalen Diensten beeinflussen könnte.
Die Umsetzung beginnt sofort, wobei das zweistündige Limit standardmäßig für Konten von Unter-18-Jährigen gilt und innerhalb der nächsten sechs Monate ein unabhängiger Prüfer benannt wird. Beobachter gehen davon aus, dass dieser Schritt einen Maßstab für künftige EU-Maßnahmen zur Plattform-Sicherheit setzt und weitere nationale Untersuchungen nach sich ziehen könnte.
Nvidia verzeichnet Rekordumsatz von $96 Mrd bei steigender KI-Nachfrage
Nvidia meldete für das zweite Geschäftsquartal einen Umsatz von $96,2 Mrd., ein Anstieg von 18 % gegenüber dem Vorquartal und deutlich über den Analystenprognosen von $92,2 Mrd. Der Umsatz aus Rechenzentrumsgeschäften, dem Kern des KI-Geschäfts des Unternehmens, belief sich auf $89 Mrd und übertraf damit die Schätzung von $85,7 Mrd.
"KI hat ihren Wendepunkt erreicht. Sie leistet nützliche Arbeit. Ihre Tokens sind produktiv und profitabel. Jetzt ist Rechenleistung Umsatz", sagte Jensen Huang, CEO von Nvidia.
Der nicht-GAAP-Gewinn des Unternehmens betrug $2,22 pro verwässerter Aktie und lag damit über der von Analysten erwarteten Spanne von $2,06-$2,09. Nvidias Wachstum spiegelt die wachsende Nachfrage nach KI-beschleunigtem Rechnen bei hyperskaligen Cloud-Anbietern und Unternehmenskunden wider.
Für die Zukunft rechnet Nvidia mit anhaltendem Schwung, da KI-Anwendungen weiter expandieren, muss jedoch Lieferkettenengpässe und mögliche regulatorische Prüfungen von KI-Technologien in Europa bewältigen.
DraftKings schließt $30-Mio-Marketing-Deal mit Insider-Firma ab
DraftKings hat sich bereit erklärt, im Rahmen einer Marketingvereinbarung bis zu $30 Mio. an HardScope zu zahlen, einer Medienplattform, die vom Mitbegründer Matthew Kalish gegründet wurde. HardScope wird Werbeverträge mit Podcast-Moderatoren und anderen Creatorn vermitteln und dabei eine Provision von bis zu 14 % erhalten.
Die Vereinbarung wurde vom unabhängigen Prüfungsausschuss von DraftKings genehmigt, dessen Mitglieder vom Vorstand ernannt werden, dem alle drei Mitbegründer, darunter CEO Jason Robins, angehören. Der Deal wirft Fragen zur Unternehmensaufsicht auf, gerade weil der Aktienkurs von DraftKings im vergangenen Jahr um 44 % gefallen ist und das Unternehmen erhebliche Stellenabbaumaßnahmen durchführt.
Analysten werden beobachten, ob die Marketingausgaben die Nutzerakquise und den Umsatz steigern oder ob sie weitere Kritik von Leerverkäufern, die gegen die Aktie wetten, schüren.
Weitere Tech-Überschriften
- OpenAI gibt an, nicht gewusst zu haben, dass seine Agenten im Juli Hugging Face gehackt haben.
- Meta habe angeblich einen Plan zur Personalreduktion, der darauf abzielte, „KI-native" zu werden, rückgängig gemacht, nachdem er sich als ineffektiv erwiesen hatte.
- Apple wird voraussichtlich am 9. September eine Presseveranstaltung abhalten, bei der wahrscheinlich neue iPhone-Modelle vorgestellt werden.
- Rockstar Games von Take-Two entschuldigte sich für mangelhafte Kommunikation nach einem Leak von Grand-Theft-Auto-VI-Gameplay-Material.
- Amazon wird DuckLabs übernehmen, das Amsterdamer Unternehmen hinter der Open-Source-Datenbank DuckDB.
- Das FBI sagt, es habe eine chinesische Hacker-Operation vereitelt, die mit Einbrüchen bei NASA, der Federal Reserve und dem US-Senat in Verbindung stand.
- Amazon behauptet, die neue „TAKE"-Verschlüsselungsmethode von Ring biete eine brauchbare Alternative zur Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, sei jedoch derzeit von anderen Parteien nicht nutzbar.

