Unabhängige Essays und IdeenÜber unsKontaktEnglish

Zohran Mamdani gründet Geschäftsrat in NYC, während CEOs von Wall Street fernbleiben

Bürgermeister Zohran Mamdani hat einen 15-köpfigen Business Advisory Council ins Leben gerufen, um die Beziehungen zum Wirtschaftssektor New Yorks zu verbessern, doch führende Führungskräfte aus Wall Street und der Tech-Branche haben sich dagegen entschieden.

Zohran Mamdani mit Mitgliedern des Business Advisory Council im Rathaus

Zohran Mamdani kündigte am Donnerstag an, dass New York City einen neuen Business Advisory Council einrichten wird, der aus fünfzehn Führungskräften aus den Bereichen Finanzen, Immobilien, Gesundheitswesen, Technologie, Sport und Einzelhandel besteht. Der Schritt soll das angespannte Verhältnis zwischen dem demokratisch-sozialistischen Bürgermeister und der einflussreichen Unternehmenswelt der Stadt entspannen.

Zusammensetzung des Rates und bemerkenswerte Mitglieder

Auf der Liste stehen Hamdi Ulkaya, Gründer und CEO von Chobani, sowie Kruti Patel Goyal, CEO von Etsy. Der Immobilien-Gigant Scott Rechler, Vorsitzender und CEO von RXR, und die Geschäftsführerin von New York Liberty, Keia Clarke, haben ebenfalls zugesagt. Weitere Mitglieder reichen vom Gesundheitschef John D'Angelo von Northwell Health bis zum Küchenchef-Unternehmer Marcus Samuelsson.

„Die Türen des Rathauses stehen den Wirtschaftsführern New Yorks stets offen, und ich freue mich darauf, ihre Erfahrung und strategische Orientierung in den Aufbau einer stärkeren, dynamischeren Wirtschaft einzubringen", sagte Mamdani.

Wer blieb fern und warum

Von der Liste fehlen aktuelle Führungskräfte der größten Finanz- und Technologieunternehmen der Stadt. Kein Vertreter von JPMorgan, Citigroup, American Express oder BlackRock hat zugesagt, ebenso wenig wie hochrangige Personen von Meta oder Alphabet.

Im vergangenen Jahr bezeichnete Jamie Dimon, CEO von JPMorgan, Mamdanis Initiative als „mehr marxistisch als sozialistisch", bot jedoch seine Unterstützung an, falls er Bürgermeister werden sollte. Das Bürgermeisteramt erklärte, dass einige Eingeladene den Zeitaufwand nicht in ihren Terminkalender integrieren konnten, andere keine Unternehmensfreigabe erhalten hatten und einige die mediale Aufmerksamkeit, die der Rat auf sich ziehen würde, fürchteten.

Das Rathaus wandte sich an mindestens drei prominente Führungskräfte, die ablehnten: Jose Tavarez, Präsident von Bank of America für New York City, der ehemalige CEO von American Express Ken Chenault und der Private-Equity-Manager Charles Phillips. Ein Sprecher von Bank of America lehnte eine Stellungnahme ab, während Chenault und Phillips nicht auf Anfragen reagierten.

Warum der Rat wichtig ist

Der Rat wird vierteljährlich mit Mamdani und der stellvertretenden Bürgermeisterin für Wirtschaftsgerechtigkeit, Julie Su, zusammentreffen, um in Bereichen wie Finanzen, Technologie, Immobilien, Unterhaltung und Gesundheitswesen sowie Infrastruktur, dem Talentpool der Stadt und regulatorischen Fragen zu beraten. Bei nahezu rekordhohem Beschäftigungsstand, 4,85 Millionen Arbeitsplätze im Juli und einer Arbeitslosenquote von 5 %, umfasst die Agenda des Bürgermeisters Mietstopps für stabilisierte Wohnungen, kostenlose Stadtbusse und höhere Steuern für Unternehmen und wohlhabende Einwohner, um diese Vorhaben zu finanzieren.

„Die größten Herausforderungen, vor denen wir stehen, können weder von Unternehmen noch von der Regierung allein gelöst werden", sagte Ulkaya. „Sie erfordern, dass wir zusammenkommen, einander zuhören und mit einem gemeinsamen Zielbewusstsein arbeiten."
Rechler sagte der Times, er habe Bedenken gegenüber dem Bürgermeister hinsichtlich der Rhetorik zu Israel geäußert, betonte jedoch, dass der Dialog mit Führungskräften, selbst bei Meinungsverschiedenheiten, unerlässlich sei. Er beschrieb Mamdani und sein Team als „konstruktive und reaktionsfähige Partner" und versprach, dem Rat „offene und ehrliche Beiträge" zu liefern.

Wie es weitergeht

Das erste Treffen ist für später in diesem Quartal geplant. Durch die Zusammenführung verschiedener Branchenführer hofft der Bürgermeister, Richtlinien zu gestalten, die seine progressive Agenda mit den praktischen Anliegen der Wirtschaft in Einklang bringen. Ob der Rat die Kluft überbrücken kann, bleibt abzuwarten, doch die vierteljährlichen Sitzungen werden einen formellen Dialogkanal bieten, der seit Mamdanis Amtsantritt fehlt.