MoonPay kündigte am Montag an, dass sein KI-gestützter Zahlungs- und Wallet-Dienst PayBox nun innerhalb von Grok, dem nativen Chatbot von X (ehemals Twitter), verfügbar ist. Die Integration ermöglicht es Nutzern weltweit, Krypto über mehrere Blockchain-Netzwerke zu kaufen, zu verleihen und zu verwalten, ohne die Social-Plattform zu verlassen.
KI-Zahlungen verlagern sich in den Chat
Der Start spiegelt einen breiteren Branchentrend wider, Chatbots von einfachen Frage-Antwort-Tools zu Plattformen zu entwickeln, die Finanzaufgaben ausführen können. In den letzten zwei Jahren haben Unternehmen wie Coinbase, Stripe, Visa und Mastercard Dienste eingeführt, die KI-Agenten ermöglichen, Zahlungen, Einkäufe und Krypto-Transaktionen im Auftrag der Nutzer zu tätigen.
Wie der Dienst funktioniert
PayBox-Nutzer können auf Kamino zugreifen, eine auf Solana basierende Kreditplattform, um Erträge auf USDC, den von Circle herausgegebenen an den US-Dollar gebundenen Stablecoin, zu erzielen. Das Tool unterstützt zudem nicht-krypto-bezogene Anfragen, wie das Buchen von Flügen oder das Reservieren von Tischen in Restaurants.
Grok bereitet die Transaktion vor. Der Nutzer genehmigt sie mit einem Passkey. Das Geld wird transferiert,
MoonPay teilte dies in einer Pressemitteilung mit. Der Vorgang erfordert, dass der Nutzer jede Transaktion mit einem sicheren Passkey bestätigt, bevor Gelder transferiert werden.
Auswirkungen für Europa
Obwohl der Dienst global ist, hatte MoonPay seine Krypto-Leihfunktion bisher auf Nutzer außerhalb der Vereinigten Staaten, des Vereinigten Königreichs, der Europäischen Union und Australiens beschränkt. Die neue PayBox-Integration eröffnet daher europäischen Nutzern einen Zugang zu KI-gesteuerten Krypto-Diensten direkt auf X, einer Plattform im Besitz von Elon Musk, Mitbegründer von PayPal.
Zukünftige Entwicklungen
MoonPay fügte die Leihfunktion nur wenige Tage vor der Vorstellung einer Plattform hinzu, die Unternehmen den Handel mit digitalen Assets über mehr als 200 Blockchain-Netzwerke ermöglicht. Anfang des Jahres veröffentlichte das Unternehmen Entwickler-Tools, die KI-Agenten erlauben, Wallets zu verwalten und Trades autonom auszuführen. Da KI-Agenten immer leistungsfähiger werden, werden Regulierungsbehörden in der EU voraussichtlich prüfen, wie diese Werkzeuge mit Verbraucherdaten und finanzieller Sicherheit umgehen.
Derzeit stellt die Einführung von PayBox einen bedeutenden Schritt in der Entwicklung des sogenannten „agentischen Handels" dar, dem Einsatz von Bots, um im Namen der Nutzer zu suchen, einzukaufen und zu bezahlen, und deutet darauf hin, dass künftig weitere Finanzdienstleistungen in alltägliche Social-Media-Interaktionen eingebettet werden könnten.

