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US-Außenministerium fordert Verbündete auf, Partei im KI-Wettstreit zu ergreifen

Das US-Außenministerium warnt Verbündete, dass sie nicht gleichzeitig Washingtons KI-Koalition und Pekings Rahmen unterstützen können, ein Schritt, der darauf abzielt, Chinas Zugang zu Chips und Daten zu beschränken, während Branchenakteure wegen Vertrauen und der Dominanz von Open-Source unter Beobachtung stehen.

Weltkarte, die US- und asiatische KI-Forschungszentren hervorhebt

Das US State Department entwirft ein Schreiben an die 35 Unterzeichner seiner AI Opportunity Statement, in dem es ihnen sagt, sie müssen sich zwischen Washingtons aufstrebender Pax Silica-Koalition und dem von Peking geförderten rivalisierenden Rahmen entscheiden. Der Entwurf, über den Reuters berichtete, besagt, dass Länder, die versuchen, sich abzusichern, von der US-geführten Gruppe ausgeschlossen werden.

Warum das Ultimatum wichtig ist

Washington argumentiert, dass der Versuch, beiden Lagern anzugehören, bedeutet, zu keinem zu gehören, ein Standpunkt, der darauf abzielt, Chinas Fähigkeit zu beschränken, die für den Wettbewerb benötigten Chips, KI-Modelle und kritischen Rohstoffe zu beschaffen. Der Schritt erfolgt, während chinesische Unternehmen, insbesondere Alibaba, sehen, wie ihre Open-Source-Modelle weltweit beispiellosen Anklang finden.

Alibabas Qwen-Modelle übertreffen Rivalen

Laut einem aktuellen Hugging Face-Bericht wurden Alibabas Open-Weight-Qwen-Modelle in sechs Monaten mehr als 3 Milliarden Mal heruntergeladen, was die 227 Millionen Downloads von Meta und die 418 Millionen Downloads von Google bei weitem übertrifft. Der Aufschwung spiegelt einen breiteren Trend wider, bei dem chinesische Open-Source-KI bei Entwicklern an Beliebtheit gewinnt, selbst während die USA die Exportkontrollen für Chips verschärfen und über KI-Exportvorschriften debattieren.

Branchenführer stehen vor einer Vertrauenskrise

Dario Amodei, CEO von Anthropic, nutzte am Samstag sein X-Konto, um Kritik zurückzuweisen, dass er allein für die öffentliche Besorgnis über KI verantwortlich sei. Er stellte die Gegenreaktion als eine breitere „Vertrauenskrise" in Institutionen und den Technologiesektor dar. In einem langen Beitrag schrieb er:

Nur reale Ergebnisse, nicht Marketingkampagnen, werden das Vertrauensproblem lösen.

Amodei verwies auf Anthropics Arbeit in Biologie und Medizin als Beweis dafür, dass das Unternehmen greifbare Vorteile liefern will, etwa in der Krebsforschung, anstatt lediglich Versprechungen zu machen.

Weitere bemerkenswerte technologische Entwicklungen

  • Demnach soll der bevorstehende Börsengang von Anthropic davon abhängen, bis 2028 ein Umsatzziel von 190-200 Milliarden Dollar zu erreichen, so Reuters.
  • Nvidia gab an, bis zum 30. Juni Beteiligungen in Höhe von fast 21 Milliarden Dollar an SpaceX und 30 Milliarden Dollar an Intel zu besitzen.
  • Geoffrey Hinton warnte, dass wohlhabende Technologieunternehmen KI einsetzen könnten, um Arbeitskräfte zu ersetzen, was massive Arbeitslosigkeit und enorme Gewinne für wenige erzeugen würde.
  • Amazon stellte eine Schiedsklausel in seinen Nutzungsbedingungen wieder her, um Sammelklagen von Käufern einzudämmen.
  • Stripe stimmte zu, das KI-Modell-Routing-Startup OpenRouter für über 7 Milliarden Dollar zu übernehmen, etwa das Fünffache seiner letzten privaten Bewertung.
  • Anthropic stellte neue unsichtbare Wasserzeichen für sein Claude-Modell vor, um den EU-KI-Act zu erfüllen.

Der US-Versuch, eine klare Trennung im KI-Bereich zu erzwingen, das Aufkommen chinesischer Open-Source-Modelle und der Kampf der Branche um das öffentliche Vertrauen deuten alle auf ein sich rasch wandelndes Umfeld hin, in dem Politik, Technologie und Marktdynamik aufeinandertreffen.