Unabhängige Essays und IdeenÜber unsKontaktEnglish

Brian Chesky sagt, KI schreibt 60 % des Airbnb-Codes und Gründer-Modus treibt Wachstum an

Airbnb-CEO Brian Chesky sagte den Investoren, dass künstliche Intelligenz jetzt den Großteil des neuen Codes des Unternehmens erzeugt und dass die Beibehaltung eines Gründer-Modus-Ansatzes für eine schnelle Produktentwicklung und zukünftiges Wachstum entscheidend sei.

Brian Chesky spricht bei einer Airbnb-Investorenveranstaltung

Brian Chesky, Chief Executive der globalen Plattform für private Unterkünfte Airbnb, sagte in einer Ergebnispräsentation, dass künstliche Intelligenz jetzt etwa sechzig Prozent der neuen Software des Unternehmens schreibt. Er fügte hinzu, dass das Verbleiben im „Gründer-Modus", einem praxisorientierten, detailfokussierten Führungsstil, der Schlüssel sei, um das EuroHerald-500-Unternehmen so wendig wie ein Start-up zu halten.

Was ist passiert?

Während der Ergebnispräsentation zum zweiten Quartal von Airbnb am 6. August erklärte Chesky, dass KI-Werkzeuge die Produktentwicklung beschleunigt haben und die Zeit von der Idee bis zur Markteinführung um bis zu sechzig Prozent verkürzt haben. Das Unternehmen meldete für das Quartal einen Umsatz von 3,6 Milliarden Dollar und hob hervor, dass sein KI-gestütztes Kundendienstsystem nun fünfundvierzig Prozent der Anfragen der Nutzer ohne menschliches Eingreifen löst.

„KI ist das Beste, was Airbnb je passiert ist," sagte Chesky den Investoren.

Er kündigte außerdem an, die Ausgaben für KI-Token in diesem Jahr zu erhöhen, mit dem Ziel, Airbnb in ein „KI-native" Unternehmen zu verwandeln und KI-gestützte Suchfunktionen auf der Plattform zu testen.

Warum ist das wichtig?

Airbnb, 2008 gegründet und heute mit etwa 110 Milliarden Dollar bewertet, ist in mehr als einhundert Ländern aktiv, darunter ein großer europäischer Markt. Durch die Automatisierung eines großen Teils seiner Codebasis kann das Unternehmen neue Funktionen schneller einführen, Reibungen im Gastablauf reduzieren und potenziell Buchungen steigern, was ein wesentlicher Wachstumstreiber ist. Der Fokus auf den Gründer-Modus spiegelt einen breiteren Trend bei Technologieriesen wider, bei dem CEOs, die weiterhin eng in Produktdetails eingebunden sind, die Agilität bewahren wollen, die ihre frühen Jahre prägte.

Branchenbeobachter stellen fest, dass das Konzept des „Gründer-Modus" nach einem Aufsatz von 2024 des Y-Combinator-Mitbegründers Paul Graham an Bedeutung gewonnen hat, der traditionelle Unternehmensführungsstrukturen in Frage stellte. Cheskys Bemerkungen spiegeln dieses Denken wider und deuten darauf hin, dass ein praxisorientierter Ansatz im sich schnell entwickelnden KI-Umfeld ein Wettbewerbsvorteil sein kann.

Was kommt als Nächstes?

Chesky deutete an, dass Airbnb seine KI-Fähigkeiten weiter ausbauen wird, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf KI-verbesserter Suche, Registrierung, Checkout und Zahlungsprozessen liegt. Er prognostizierte, dass das Unternehmen innerhalb der nächsten achtzehn Monate einen KI-Chatbot für Endverbraucher einführen könnte, der Reisenden bei der Reiseplanung hilft, ein Schritt, der laut Quellen bis zu 1 Milliarde Dollar zum Jahresumsatz hinzufügen könnte.

Obwohl der genaue Zeitplan ungewiss bleibt, beschrieb Chesky den Entwicklungsweg als „sehr, sehr hoher Berg", zeigte jedoch Zuversicht, dass die Plattform innerhalb eines Jahres „sehr KI-native" sein wird. Die nächsten Schritte umfassen weitere Investitionen in KI-Token, umfangreichere Tests von KI-gestützten Kundendiensttools und eine tiefere Integration von KI in das Gästeerlebnis.

Gründergeführte Unternehmen im EuroHerald-500

Airbnb reiht sich in eine wachsende Liste von EuroHerald-500-Unternehmen ein, die noch immer von ihren ursprünglichen Gründern geleitet werden, darunter Dell Technologies, BlackRock, Meta und Nvidia. Laut EuroHerald sind von den EuroHerald-500-Unternehmen im Jahr 2026 sechsundzwanzig Gründer-geführte Firmen, was den wahrgenommenen Wert von Gründer-Modus-Führung im Zeitalter der künstlichen Intelligenz unterstreicht.