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James Peng sagt voraus, dass Robotaxis innerhalb von fünf Jahren in ganz Europa verbreitet sein werden

Beim Fortune Leaders Forum in Macau warnte Pony.ai-Gründer James Peng, dass Robotaxis innerhalb von fünf Jahren zu einem regulären Anblick auf europäischen Straßen werden, da die Technologie gelöst sei, die Partnerschaften ausgedehnt werden und das Potenzial besteht, den städtischen Verkehr neu zu gestalten.

James Peng spricht beim Fortune Leaders Forum in Macau über Robotaxis

James Peng, Gründer und Vorstandsvorsitzender des chinesischen Unternehmens für autonomes Fahren Pony.ai, sagte beim EuroHerald Leaders Forum in Macau am 8. September, dass Robotaxis in den nächsten fünf Jahren ein häufiger Anblick auf den Straßen Europas sein werden. „Ich denke, das Technologieproblem ist praktisch bereits gelöst", erklärte er und fügte hinzu, dass Fahrgäste bald ein fahrerloses Fahrzeug genauso leicht rufen können wie ein herkömmliches Taxi.

Warum die Prognose wichtig ist

Pengs Zuversicht kommt, während Pony.ai über China hinaus expandiert, wo das Unternehmen bereits kommerzielle Dienste in Peking, Guangzhou, Shenzhen und Shanghai betreibt und durchschnittlich etwa 25 Fahrten pro Fahrzeug und Tag verzeichnet. Das Unternehmen kündigte kürzlich eine erweiterte Partnerschaft mit Uber an, um mehr als 2.000 Robotaxis in ganz Europa einzusetzen, basierend auf einem Pilotprojekt in Zagreb, Kroatien, und einem Plan, bis 2028 200 Fahrzeuge nach Südkorea zu liefern.

Weitere chinesische Akteure wie WeRide und Baidu suchen ebenfalls nach Fußabdrücken in Südostasien und Europa, wodurch der Wettbewerb mit dem US-Marktführer Waymo intensiver wird. Peng betonte, dass Städte mit teuren Taximärkten und unterstützenden Regulierungsrahmen ideale Ziele seien und dass Partnerschaften mit etablierten Mobilitätsmarken das Vertrauen der Öffentlichkeit gewinnen und Entscheidungsträger überzeugen können.

Mögliche Auswirkungen auf Städte

Laut Peng könnten flächendeckende Robotaxis die Stadtplanung grundlegend verändern. „Die meisten privaten Autos werden nur etwa zwei Stunden am Tag genutzt", erklärte er. „Wenn Robotaxis weiter verbreitet sind, sparen wir Parkplätze." Er fügte hinzu, dass dieser Wandel Land freisetzen, die Staus reduzieren und das tägliche Reiseverhalten ändern könnte.

Peng wies zudem auf Verhaltensänderungen in seiner eigenen Flotte hin. Passagiere vergessen manchmal, die Türen zu schließen, woraufhin Pony.ai nahegelegene Zusteller der Gig-Economy bat, diese zu sichern. Er bemerkte einen wachsenden Anteil weiblicher Fahrgäste in den Abendstunden, die sich ohne menschlichen Fahrer sicherer fühlen.

Was als Nächstes kommt

Pony.ai meldete im zweiten Quartal einen Robotaxi-Umsatz von 12,1 Millionen US-Dollar, ein Anstieg von fast 700 % gegenüber dem Vorjahr, obwohl ein operativer Verlust von 65,7 Millionen US-Dollar verzeichnet wurde. Das Unternehmen plant, weitere Dienste im Nahen Osten und in Singapur einzuführen, während es die Technologie in chinesischen Megastädten weiter testet.

Pengs Ausblick deutet darauf hin, dass europäische Pendler innerhalb von fünf Jahren in vollständig autonomen Fahrzeugen Mitfahrgelegenheiten nutzen könnten, was die Verkehrssysteme neu gestaltet und Städte dazu veranlasst, Parken, Bebauungspläne und die Integration des öffentlichen Nahverkehrs neu zu überdenken.