Unabhängige Essays und IdeenÜber unsKontaktEnglish

Jeffrey C. Dixon stellt fest, dass nur 3 % der US-Arbeitnehmer durch KI ihren Job verlieren

Die YouGov-Umfrage von Soziologe Jeffrey C. Dixon unter 1 250 US-Arbeitnehmern zeigt, dass KI bislang nur zu begrenzten Arbeitsplatzverlusten geführt hat, nur etwa 3 % berichten von einem Verlust, und nur geringe Zuwächse bei neuen Rollen und Beförderungen.

Grafik, die den Prozentsatz der US-Arbeitnehmer zeigt, die über KI-bedingte Jobveränderungen berichten

Jeffrey C. Dixon, Professor für Soziologie am College of the Holy Cross, beauftragte eine YouGov-Umfrage, um US-Arbeitnehmer zu fragen, wie künstliche Intelligenz seit 2023 ihre Beschäftigung beeinflusst hat.

Methodik der Umfrage

Der Online-Fragebogen wurde von 1 250 erwerbstätigen Erwachsenen zwischen dem 30. Juli und dem 4. August 2026 ausgefüllt. Die Befragten wurden so ausgewählt, dass sie die US-Arbeitsbevölkerung hinsichtlich Alter, Geschlecht, ethnischer Herkunft, Bildung und weiterer demografischer Merkmale widerspiegeln. Das 25-Fragen-Instrument enthielt drei Punkte, die gezielt nach KI-bezogenen Jobveränderungen fragten:

  • Ob der Befragte einen Job verloren hat, weil KI seine bisherigen Aufgaben automatisiert hat.
  • Ob er/sie eine neu geschaffene Position übernommen hat, etwa als KI-Datenkennzeichner*in oder Compliance-Spezialist*in.
  • Ob er/sie eine Beförderung oder einen Aufstieg erhalten hat, den er/sie auf KI-Fähigkeiten zurückführt.

Zur Orientierung lag die offizielle Arbeitslosenquote zum Zeitpunkt der Umfrage bei 4,1 % laut U.S. Bureau of Labor Statistics.

Wesentliche Ergebnisse

Nur etwa drei Prozent der Befragten gaben an, durch KI ihren Job verloren zu haben, während rund sechs Prozent berichteten, eine Position erhalten zu haben, die es vor dem Aufkommen von KI nicht gab. Ungefähr neun Prozent gaben an, eine Beförderung erhalten zu haben, die mit KI-Kompetenz zusammenhängt. Die Mehrheit, 95 % bei der ersten Frage, 90 % bei der zweiten und 88 % bei der dritten, antwortete mit „nein". Ein kleiner Anteil (3-4 %) war sich unsicher, ob eine KI-bezogene Veränderung stattgefunden hat.

Warum das wichtig ist

Diese Zahlen deuten darauf hin, dass vier Jahre nach dem Start von ChatGPT im November 2022 KI noch nicht die von einigen Analysten prognostizierte umfassende Umwälzung des Arbeitsmarktes ausgelöst hat. Das bescheidene Ausmaß von Arbeitsplatzverlusten steht im Gegensatz zu den eher spürbaren, wenn auch begrenzten Aufstiegschancen, was darauf hindeutet, dass KI-Fähigkeiten für eine Minderheit von Beschäftigten zu einem modesten Karriereschalter werden könnten.

Experten warnen, dass neuere „agentische" KI-Systeme, die zu größerer autonomer Handlung fähig sind, den Wert der derzeitigen KI-Kompetenz verändern könnten und damit das Gleichgewicht zwischen Arbeitsplatzverlust und -schaffung neu ausrichten könnten.

Wie es weitergeht

Dixon plant, die Forschung zu erweitern, um zu untersuchen, wer am wahrscheinlichsten KI-bezogene Beförderungen erhält und wie Beschäftigte KI-Werkzeuge in ihre täglichen Aufgaben integrieren. Weitere Fragen betreffen, wie die Erwartungen an die zukünftige Wirkung von KI je nach Beruf und demografischer Gruppe variieren.

Obwohl die Umfrage einen nützlichen Überblick liefert, bedeutet die Abhängigkeit von einem Online-Panel, dass die Ergebnisse nicht unbedingt die gesamte US-Arbeitsbevölkerung repräsentieren, insbesondere nicht die derzeit Arbeitslosen. Dennoch liefert die Daten ein Gegengewicht zu alarmistischeren Prognosen und unterstreicht die Notwendigkeit einer fortlaufenden Beobachtung, während sich KI-Technologien weiterentwickeln.