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Paolo Ardoino: Tethers Gold-Audit ebnet Weg für KI-Vorstoß

Ein KPMG-Audit hat bestätigt, dass Tethers Goldbestände intakt sind und die Gesamtreserven das Fremdkapital um 6,8 Milliarden Dollar übersteigen. CEO Paolo Ardoino sagt, das Stablecoin-Unternehmen werde sich nun darauf konzentrieren, einfachen KI-Tools für seine Millionen Nutzer, insbesondere in Entwicklungsländern, bereitzustellen.

Paolo Ardoino spricht über Tethers Goldreserven und KI-Pläne

Paolo Ardoino kündigte an, dass ein KPMG-Audit die physische Golddeckung des beliebten Gold-Tokens von Tether bestätigt hat und dass die Gesamtreserven des Unternehmens um 6,8 Milliarden Dollar über den Verbindlichkeiten liegen. Das Audit, das in einem geheimen Schweizer Tresor durchgeführt wurde, bestätigte zudem das Vorhandensein von etwa 150 Tonnen Barren, die den digitalen Dollar-Stablecoin des Unternehmens, USDT, untermauern.

Warum das Audit wichtig ist

Die Verifizierung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Stablecoins anhaltenden Zweifeln an ihrer Solvenz ausgesetzt sind. Tether, 2014 gegründet, gibt USDT heraus, den weltweit größten Stablecoin nach Marktkapitalisierung, und seine Behauptungen einer vollständigen Deckung stehen im Fokus von Aufsichtsbehörden und Investoren. Durch das unabhängige Gütesiegel von KPMG hofft das Unternehmen, langjährige Verschwörungstheorien, wonach die Versorgung von 183 Milliarden Dollar unterbesichert sei, zum Schweigen zu bringen.

Über die Glaubwürdigkeit hinaus unterstreicht das Audit Tethers strategische Abkehr vom Begriff "Krypto". Ardoino sagte zu mir,

"It was a heavy-lifting exercise,"
und fügte hinzu, dass das Unternehmen sich nun sowohl als digitaler Dollar als auch als digitales Goldunternehmen versteht, das mehr als 650 Millionen Nutzer bedient, von denen viele in Regionen leben, in denen lokale Währungen wiederholt abgewertet wurden.

Was als Nächstes für Tether kommt

Nach Abschluss des Audits sagte Ardoino, Tether werde seine Expansion in grundlegende Künstliche-Intelligenz-Dienstleistungen beschleunigen. Er wies darauf hin, dass selbst in den ärmsten Ländern die meisten Menschen ein Mobiltelefon besitzen, das einfache KI-Modelle ausführen kann. Der Plan sei, kostengünstige KI-Tools in Bereichen wie Gesundheit, Finanzen und Sport anzubieten, wobei die Nutzer eine bescheidene monatliche Gebühr in USDT oder einer anderen digitalen Zahlungsmethode zahlen können.

Ardoino nannte kein genaues Preismodell, aber das Ziel sei, keine neue "Intelligenzlücke" zu schaffen, die bestehende wirtschaftliche Ungleichheiten vertiefen könnte. Er warnte,

"My fear is this, right? We have already a huge wage gap that … is creating an instability in society … This cannot become a wealth gap multiplied by an intelligence gap,"
und betonte damit die soziale Dimension des Projekts.

Wenn die Einführung voranschreitet, könnte Tether zu einer umfassenderen Technologieplattform werden, die das ursprüngliche Versprechen der Blockchain, ein dezentrales, globales Netzwerk, an dem jeder teilnehmen kann, in den Bereich alltäglicher KI-Anwendungen überträgt. Die kommenden Monate werden zeigen, ob das Unternehmen seine finanzielle Stärke in ein nachhaltiges KI-Dienstleistungsangebot umsetzen kann.