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Dalia Lasaite: Käufer bevorzugen von Menschen erstellte 3D-Modelle

Die neuesten Daten von CGTrader zeigen, dass KI-generierte 3D-Modelle zwar inzwischen einen beträchtlichen Anteil der Uploads ausmachen, sie jedoch nur einen winzigen Teil des Umsatzes erwirtschaften, was bestätigt, dass Käufer weiterhin von Menschen erstellte Designs bevorzugen.

3D-Modell-Designer arbeitet an einem Computer mit KI-Schnittstelle

KI-Assets überschwemmen den CGTrader-Marktplatz

CGTrader, ein führender europäischer Marktplatz mit mehr als zwei Millionen 3D-Modellen für Architekten, Spieledesigner und Videoproduzenten, hat seine Plattform vor etwa einem Jahr für KI-generierte Assets geöffnet. Der Schritt sollte den Katalog erweitern und Designern eine schnellere Möglichkeit bieten, digitale Assets zu erstellen.

Daten zu den Verkäufen von Juni 2025 bis Mai 2026 zeigen, dass jedes sechste Modell, das auf der Seite hochgeladen wird, KI-generiert ist. Dennoch brachten diese Modelle nur 1 $ von insgesamt 90 $ Umsatz ein und machten lediglich 2,6 % aller Verkäufe aus.

Kundenpräferenz für von Menschen erstellte Modelle

Nur 5 % der CGTrader-Kunden, die ein KI-Modell ausprobierten, gaben an, dass es gut funktionierte, im Vergleich zu 20 %, die die Assets als unzureichend empfanden. Die zentrale Feststellung des Berichts lautete: „KI dringt schnell in den Katalog ein, aber Käufer öffnen dafür noch nicht ihre Geldbörsen."

"Käufer suchen beim Einkauf auf dem Marktplatz nach wirklich hoher Qualität", sagte Dalia Lasaite gegenüber EuroHerald. "Und deshalb tendieren sie zumindest derzeit dazu, von Menschen erstellte 3D-Modelle zu bevorzugen."

Diese Ergebnisse spiegeln die breitere öffentliche Stimmung wider. Eine Studie der Stanford University aus dem Jahr 2025 zeigte, dass Teilnehmer, die zwischen KI-generierter und von Menschen geschaffener Kunst wählen konnten, zunächst zu KI-Werken tendierten. Doch eine Umfrage des Pew Research Center im darauffolgenden Jahr ergab, dass 52 % der US-Erwachsenen mehr Besorgnis als Begeisterung über die zunehmende Nutzung von KI äußerten, und die Hälfte gab an, ein Gemälde weniger zu mögen, sobald sie erfuhren, dass es von KI erstellt wurde.

Expertenmeinungen zu KI im Handel

Dennis Zhang, Professor für Marketing und Technologie an der Washington University in St. Louis, meint, die Marktdaten spiegeln mehr als nur eine flüchtige Stimmung wider. Er weist darauf hin, dass der Aufstieg der KI-unterstützten App-Entwicklung nach der Einführung von Codierungsagenten wie Claude Code und Codex bis April 2026 zu einem Anstieg neuer Apps um 160 % im Vergleich zu zwei Jahre zuvor führte.

Allerdings sank die Zahl der Apps, die mehr als zehn Bewertungen erhielten, was auf ein geringeres Engagement bei KI-generierten Angeboten hindeutet. Zhang warnt, dass die geringere Attraktivität eher auf weniger erfahrene Entwickler zurückzuführen sein könnte, die KI-Werkzeuge nutzen, als auf die Technologie selbst.

"Es ist nicht so, dass KI-Produkte von allen abgelehnt werden, aber sie schaffen nach wie vor Nutzen für den Markt", sagte Zhang.

Sowohl Zhang als auch Lasaite sind sich einig, dass KI ein Bestandteil kreativer Arbeitsabläufe werden wird, menschlicher Input jedoch ein entscheidendes Unterscheidungsmerkmal für qualitätsbewusste Kunden bleibt.

Was die Zukunft bringen könnte

Da KI-Werkzeuge schneller und günstiger werden, passen sich Designer an. Lasaite stellt fest, dass die anfängliche Besorgnis der Branche nachgelassen hat, sodass viele Schöpfer KI nun nutzen, um Routinetätigkeiten zu beschleunigen, während sie die künstlerischen Entscheidungen, die ihre Arbeit prägen, beibehalten.

"Im Laufe der Zeit haben wir alle erkannt, dass KI ein Teil unseres Lebens sein wird, und wir passen uns an", sagte sie. "Vielleicht können wir produktiver sein und die besten Aspekte unserer Arbeit für uns behalten, während wir die KI für den Rest einsetzen."

Für europäische Schöpfer und Käufer deutet der Trend auf eine schrittweise Integration von KI hin, gleichzeitig bleibt die Prämie für von Menschen geschaffene Qualität bestehen, was Preisgestaltung, Lizenzierung und das Wettbewerbsumfeld digitaler Asset-Märkte prägen könnte.